Heute

Dienstag, 10.11.2020

Ein traumhaft schöner Herbsttag! Aber der November mit seinen kurzen Tagen und langen Nächten will mir nicht so recht gefallen. Es ist die Zeit, über den Herbst des Lebens nachzusinnen. Und wer es vermag, auch etwas darüber zu schreiben. Oder zu malen.


Wenn der Schatten aus den Tälern kriecht

die Sonn' verliert ihr Augenlicht,

wenn nach des Tages Müh und Pflicht

der Lebensgeist ins Dunkel siecht.

Wenn die Abendruhe tränkt die kleine Welt,

um dich, um mich und um das Haus,

löscht Er da oben liebevoll die Weltgeschichte aus.

Für dieses eine Mal und immer wieder,

leg ich mich froh zur Ruhe nieder.

Gott sei's gedankt für diesen Tag,

und alle die er uns noch bringen mag.

Freitag, 13. 11. 2020

Jeder Mensch ist eine eigene Welt. Das erklärt vieles...

Das Jahr des Herrn

2020

beginnt...

Und so ist in aller Stille wieder ein Neues Jahr hereingebrochen. Ich nehme es als Geschenk des Himmels und gehe es in Dankbarkeit und Demut an. Heute hatte ich hohen Besuch von drei bzw. vier Königinnen!

Christus


Mansionem


Benedicat

Samstag, 18. Jänner 2020

So, bin wieder einigermaßen am Damm. So ein Virus kann einen ganz schon 'zomhauen'. Aber es geht wieder. Beim krankheitsbedingten Grübeln habe ich mich  gefragt, wie viel persönlichen Kram man in so einer Homepage mitschleppt. Und: Cui bono? Wenn sie nur dazu dient, tägliche Befindlichkeiten zu äußern, wird sie irgend wann auch nicht mehr gelesen werden. Außer von jenen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Haare in der Suppe suchen, herauszufischen und entrüstet anzuprangern. Aber ich denke, eine Homepage unterliegt auch ethischen Grundsätzen und muss sich der Wahrheit verpflichtet fühlen. Wenn der Wahrheit nicht genügend (oder gar kein) Raum geboten wird, dann wird sie am Ende umso mehr weh tun. Morgen will ich wieder die Orgelpfeifen der Klosterkirche ordentlich durchputzen.Nach dem Motto: Musik wischt den Staub von der Seele... Mal sehen, ob ich es gesundheitlich schon schaffe. Am Nachmittag wäre ich dann bei einer lieben Freundin zu ihrem Geburtstag eingeladen. Bin noch nicht sicher, ob ich eine solche Fete schon verkrafte.

Sonntag, 26. Jänner 2020

Hatte gestern die einzigartige Chance, auf einer Buffati (Orgelbauer aus Padua) Orgel einen Gottesdienst im benachbarten Italien mitzugestalten. Elektronische Steuerung der mehr als 30 Register, Pedal- und Diskantkoppeln, ein Hauptwerk und ein Seitenwerk, zwar etwas verstimmt (Kein Wunder im Winter!), aber insgesamt ein tolles Klangwerkzeug! Zweisprachige Messe, Hälfte Italiener, Hälfte Tiroler, das Ganze hatte für mich eine ganz eigene, eigenartige Atmosphäre. Die Krippe am Hochaltar ist übrigens nach den Figuren von Bachlechner von einem begnadeten Franziskaner-Pater nachgemalt worden.

Danach ein gemütliches Gespräch im Gasthaus, italienische und deutsche Wortfetzen schwirren durch den Raum. Würde nicht der Haunold im Süden seine unnahbare Zackenlandschaft präsentieren, wüsste man nicht, wo man sich eigentlich befindet.


Mittwoch, 29. Jänner 2020

An zwei denkwürdigen Geburtstagen durfte ich heute mitfeiern: Eine junggebliebene 90igerin und begnadete Sopranistin vom ehemaligen Klosterchor (dem ich auch angehört habe) und ein vitaler alter Freund und Kollege, der seinen 70iger in aller Ruhe und Gelassenheit beging. Ad multos annos!

Donnerstag, 6. bis Samstag 8. Februar

Innsbruck: Ein Wechselbad der Erlebnisse. Zunächst eine Tagung der IG AutorInnen an der UB. So spannend wie lehrreich. Und trotz der langen Rede des absolut kompetenten Chefs der IG AutorInnen Österreich (18.00 bis 20.15 Uhr) nie langweilig: Urheberrecht, Kultur- und Bildungspolitik, Steuer- und Sozialrecht, Medienpolitik, Literaturpreise und Stipendien, Literaturzeitschriften etc.

Am Freitag Abend dann eine berührende Seelenandacht für unseren kürzlich verstorbenen Freund und Maturakollegen Erich in der Pfarrkirche Rinn. Und am Samstag die Verabschiedung am Friedhof in Hall. Wir sind alle betroffen über den so plötzlichen Heimgang unseres lieben Freundes! Im Herbst haben wir uns noch beim Maturajubiläum getroffen, haben mit ihm geplaudert und ahnten nicht, wie schnell das Leben zu Ende sein kann. R.I.P.


Sonntag, 16. Februar 2020

Ein ausgedehnter Spaziergang vermittelt mir die Metamorphose des dahinsiechenden Winters in die schüchternen Aus-Blicke des nahenden Frühlings. Es hat etwas friedlich-melancholisches, mutterseelenalleine durch den Sonntag zu streunen, zwischendurch mit Gleichgesinnten zu plaudern und über all dem den Ballast der belasteten Zeit dem Hintergrund anheimzustellen.

Mittwoch, 19. Februar 2020

Habe heute meinen obligaten Wintersporttag absolviert. Bei herrlichem Wetter bis auf 2023 Meter Seehöhe, eine Riesen-Portion ausgezeichneter Hirten-Spaghetti mit einem sauren Radler in der Hochsteinhütte. Schließlich Abfahrt ins Tal bei prächtigen Pistenverhältnissen. Habe die Anstrengung auf Grund meiner bescheidenen Winter-Aktivitäten natürlich in den Wadeln gespürt. Aber schön war's doch!

27. Februar 2020

Ehrenamtszeichen des Landes Tirol. Freue mich natürlich über diese Auszeichnung!

Mittwoch, 08.04.2020

Nein nein! Bin nicht dem Corona-Virus anheimgefallen! Erfreue mich bester Gesundheit! Darüberhinaus gibt's nicht viel zu erzählen. Ein Tag ähnelt dem anderen wie ein rotes Osterei dem rosaroten. Ich schreibe, male, spiele mit dem Keyboard, lese mehr und drehe täglich meine Runde.

Die Sonnenstrahlen erwärmen mein ruhiges Herz und so warte ich geduldig und getrost, was jeder Tag so bringt. Freunde und Freundinnen rufen mich an, reden mit mir und fragen nach, wie es mir geht. Sie alle lassen mich wissen, dass sie mich - wenigstens irgendwie - verstehen. Denen, die mich nicht verstehen, bin ich zwar nicht böse, aber helfen kann ich ihnen auch nicht.

Mittwoch, 15. April 2020

Stille und Ruhe bringen die ganze Welt ins rechte Maß zurück.

Laotse

Mittwoch, 27. Mai 2020

Ja es gibt sie noch, die Freundinnen und Freunde, die sich nicht alles unterjubeln lassen. Ungefiltert. Einseitig. Reflexionslos. Sie outen sich als faire Gesprächspartner, die - auch wenn es mehrere Wahrheiten zu geben scheint - sich ihr eigenes Bild machen. Zu allem Überfluss hat sich der Überdruss der Pandemie ins Bild gesellt. 

"Das Rad des Virus dreht sich immer schneller häufen sich die Fälle potenzieren sich in Windeseile überwinden Berge Täler Grenzen Ozeane Maskenbildner haben Hochsaison und linkisch unbeholfen hinkt die grausige Statistik von der Echtzeit mild beschmunzelt hinterher die Fälle einen sich auf einen Nenner der sich flugs zum Zähler macht beschließen sich nicht mehr zu unterscheiden nur der brave Dativ weint im Eck und atmet seinen eignen Odem hinter einer Maske ein und aus beäugt betrübt den Menschen der zu Tausenden im letzten Augenblick und fallgeschwind Computer Notebooks hochfährt in der Hoffnung Internet und Streaming könnten seine Angst und Langeweile in der Quarantäne töten Rechenzentren produzieren derweil Millionen Tonnen CO2 durch Online Streaming lenken ab lavieren kneifen vor dem Ernst der Lage pharisäisch meinen sie im selben Atemzug die Umwelt sei nun endlich stiller und vor allem sauberer geworden denn Venedig zählt die Fische im Kanal die weißen Fahnen oben teilen nicht das Firmament und lauern nur am Fuß des Towers in den Hafen von Triest verirren sich Delphine sonderbar ein Schelm der Böses dabei denkt das Doppelspiel bleibt unerkannt."

So in etwa gestaltet sich mein Tagebuch, das sich verbissenen Haftlmachern bis auf Weiteres entzieht...


Pfingstmontag, 1. Juni 2020

Zum Ersten muss ich mich einmal ganz herzlich bei meinen "Fans" bedanken, dass sie mich auf Tippfehler im vorangegangenen Text aufmerksam gemacht haben. Zum Zweiten ist heute ein wunderschöner Tag! Zu Mittag erntete ich großes Lob für ein kulinarisches Produkt, das ich zum ersten Mal zubereitet habe: Hähnchen auf Toscana-Art! Schmeckt wirklich vorzüglich! (Unter 'chefkoch.de' zu finden). Und zum Dritten lege ich mich jetzt gemütlich zur täglichen Siesta! Denke an den Spruch von Ingrid Koller: Neue Zeit und neue Möglichkeiten liegen vor mir. Aber nicht ihre Menge macht das Leben reich, sondern die Tiefe des Erlebens.


Freitag, 5. Juni 2020

Die erste Teichrose blüht! Mein Gott, könnte

das Leben schön sein! Es sind die kleinen Dinge,

die du schätzen musst.

Dann kannst du glücklich sein...






Montag, 22. Juni 2020

Ein wunderschöner Wandertag mit lieben Freundinnen und Freunden zu einem herrlichen Flecken Erde! Auf der Schattseite an blühenden Almrosen vorbei zur Wallfahrtskirche Maria Schnee. Messe, Orgel, Wissenswertes zur Geschichte, Haus Bethanien, Foto, Gasthaus, Wiener mit Pommes und Preiselbeeren, Himbeergeist, gesellige Gemeinschaft, Frohsinn, Heiterkeit und Heimfahrt mit meiner Nachbarin.

Sonntag, 5. Juli 2020

War heute bei lieben alten Bekannten zum Mittagessen eingeladen: Erstklassige italienische Küche, dazu ein herrliches Tröpfchen Weißen, nette Gespräche und Erinnerungen an alte Zeiten. Solch freundschaftliche Dates können über Vieles hinweghelfen...

Dienstag, 7.7.2020

Bin heute bei traumhaft schönem Wetter mit einem Kollegen auf den Ederplan gewandert. Die Fernsicht war einzigartig und mir blitzte ein Gedanke durch den Kopf: Wir wissen nicht, wie schön wir es haben. Ein Wermuthstropfen war allerdings die Beobachtung, was der Wind hier angerichtet hat!

Bei

Sonnenuntergang

schlafen

gehen!

Wer

kann

sich

schon

diesen

Luxus

leisten?

Ein schönes Geschenk von alten Freunden: die Palmen blühen prächtig und erinnern immer wieder an schöne Zeiten...

Montag, 13. 7.2020

Bei traumhaftem Bergwetter bin ich heute mit lieben Freunden zur Luckner Hütte (2241m) gewandert. Informative Gespräche mit dem Hüttenwirt, feine Schmankerln, zum Schluss ein Willi, dann noch vom Wirt eingeladen ein Marillenbrand und schließlich - den imposanten Glockner nun im Rücken - wieder gemütlich zum Luckner Haus zurück. Alles in allem ein herrliches Bergerlebnis mit weisen Sprüchen! (Siehe rechts!)

Mittwoch, 8.Juli 2020

Mittagessen am Gribelehof mit Schwesterherzen

und Schwager. Gemütliches Beisammensein,

gutes Essen, kühles Bierchen, Herz was willst du mehr!

Mittwoch, 15.7.2020

Ein erlebnisreicher Ausflug ins Lesachtal: Hollbruck, Einkehr bei Anna in Kartitsch (Erinnerungen an unsere Kindheit und Jugend in der Landwirtschaftsschule), Wallfahrtsort Maria Luggau mit sehenswertem Kräuter- und Blumengarten, Besuch des Lesachtaler Bauernladens, Mittagessen beim Paternwirt, Heimkehr.

Freitag, 17.7.2020

Ich besichtigte mit meiner Schwester Anna und Schwager Norbert (Kaarst) die Burg Heinfels. Es ist beeindruckend, was man aus einer alten Burg machen kann! In zwei bis drei Jahren kann man dort sogar hotelmäßig einziehen, und das mit Butler! Alles in allem eine höchst gelungene Revitalisierung, die davon zeugt, dass wir (Osttiroler) von den Südtirolern noch viel lernen können.

Sonntag, 26. Juli 2020

Wieder einmal durfte ich in Innichen die altehrwürdige Orgel "schlagen". Ein schönes Erlebnis! Vor allem tut es der Seele wohl, wenn man für etwas, das man für die Menschen tut, nicht nur Bewunderung, sondern auch ehrliche Dankbarkeit erntet. Wenn das Ganze dann noch der größeren Ehre unseres Schöpfers dient, ist die Freude perfekt. Die anschließenden Gespräche im Gastgarten mit Pater Martin, dem Mesner Hans, einer treuen Begleiterin und den fleißigen Kirchenhelfern Erwin und Maria schafften dem Sonntag ein ungetrübtes und geruhsames Ende.

Und je mehr Klippen ich erfolgreich bewältige, desto unbedeutender erscheinen sie mir im Nachhinein...

Mittwoch, 29.7.2020

War wohl nicht so schlecht, die Entscheidung, einen Teich anzulegen. (2005)

Freitag, 31. Juli 2020

Ein denkwürdiger Tag! Es fehlt nicht viel und ich könnte drauflosheulen. Ob aus Wehmut oder Erleichterung, aus bewältigtem Frust oder verhaltener Zufriedenheit über ein zu erwarten gewesenes Ende. Ich weiß es (noch) nicht. Muss erst einmal zur Ruhe kommen...

Sonntag, 23. August 2020

Es ist immer wieder ein erhebendes Erlebnis, in diesen altehrwürdigen Klostermauern Orgel spielen zu dürfen!

Sonntag, 30. August 2020

Natürlich ist auch in meinem Leben nicht alles eitel Wonne. Und weil mich einige meiner Freundinnen und Freunde auf die etwas kryptische Meldung vom 31. Juli angesprochen haben, hier die Erklärung: Ich bin wieder Junggeselle. Meine Frau hat sich von mir getrennt. Mehr will ich dazu auf dieser Plattform nicht sagen. Die neue Situation werde ich in Ruhe und Gelassenheit (er-)tragen. In jeder Veränderung liegt auch eine Chance. Ich werde sie ohne Zorn- oder Triumphgefühl nützen und mir dadurch (hoffentlich) die psychische und physische Gesundheit erhalten. Das Leben spielt halt nicht immer so, wie wir uns das vorstellen...

Donnerstag, 3. September 2020

Manchmal wird der Weg des Lebens recht steinig und es ist mühsam und schmerzhaft, ihn zu gehen. Vor allem, wenn man das Schuhwerk milde belächelt und barfuß gehen muss.

Wir denken selten an das, was wir haben,
aber immer an das, was uns fehlt.

Arthur Schopenhauer

Links wohl die letzte Seerose in unserem Gartenteich, die sich heuer noch hervortraut.

Auch zwei Seekannen (rechts) versuchen auf ihre alten Tage noch ihr Glück...

Freitag, 4. September 2020

Heute sind wir durch das wunderschöne und wildromantische Debanttal bis zur Lienzer Hütte gewandert. Ein traumhafter Tag! Auf der Rückseite der Speisekarte stand der Spruch: "Auf die Berge musst du steigen, wird dir weh im dunklen Tal. Auf den Bergen kommt zum Schweigen, was dir Sorgen macht und Qual." Wie wahr!

Dienstag, 22.9.2020

Die Katastrophe umfasst nicht nur die großen Krisen und Unglücksfälle, das Unsägliche und Unerträgliche, wie all die kleinen Widrigkeiten, die zusammengenommen nicht minder schwer wiegen. Auf unserem Erdball hat letztlich jeder von uns seine eigene Version der Katastrophe zu bestehen....

Freitag, 2.10.2020

Gestern durfte ich ein fantastisches Chorkonzert im Quirinus-Münster miterleben: Motetten von Whitacre, Rheinberger, Gjeilo, Miskinis, Orlando di Lasso, Carol etc. Bin stolz auf meine Schwester, die mitgesungen hat!

Besuch bei den tüchtigen Nichten und ihren Familien. Am Sonntag dann wie in alten Zeiten: Düsseldorf, Altstadt, KÖ, Uerige uvm.




Und mit dem ICE wieder nach Hause! Man beachte die Geschwindigkeit!

2. Oktober 2020

Leider hat uns die liebenswerte Wirtin Anna vom Dolomitenhof in Kartitsch verlassen und ist in die ewige Heimat eingegangen. Gott schenke ihr reichen Lohn für ihr unermüdlliches Wirken für die Menschen!

Samstag, 10.10.2020

Bei der Firmung habe ich die Elite-Truppe des Juvenis-Chores mit dem Keyboard begleitet. Obligater Schlussapplaus. Danach ab in die Küche zum rosa gebratenen S-Filet in Pfifferlingsoße, Kroketten, Bohnen im Speckmantel, Salate und Heidelbeer-Joghurt. Immerhin war der Firmspender unser Gast. Also zeigt man, was man kann. Und gegen Abend rieselt in leisem Regen der Herbst ins Land. Fast könnte man melancholisch werden bei dem Wetter. Aber diese Jahreszeit hat nun mal ihre eigenen Kriterien.

Sonntag, 18.10.2020

Vor 45 Jahren, am 18.10.1975 wurden wir getraut. Heute, nach 44 Jahren sind wir geschieden. Natürlich bringt mich dieser Umstand immer wieder ins Grübeln. Aber die Folgen einer Handlung ewig zu überdenken, widerspricht jedoch dem Wesen einer geduldigen und kompromisslosen Hingabe an sein von oben gelenktes Schicksal.

Eine Scheidung ist keine Tragödie. Eine Tragödie ist es, eine unglückliche Ehe zu leben, seinen Kindern eine falsche Liebe zu lehren. Eine mittelmäßige Liebe, in der man Situationen ertragen muss, nur damit die Leute nicht schlecht reden.

Niemand ist an einer Scheidung gestorben. Die Seele aber stirbt, wenn man bei jemandem bleibt, den man nicht liebt.

2. November 2020

Allerseelen

  

Glocken weinen Trost und Leid ins Land

Kleinlaut drückt der Tag sich an die Mauer

Gevatter Tod verlässt sein Vaterland

verordnet Wehmut diesen Tag und seichte Trauer

 

Erinnerungen hängen an Zypressen

Wie die allerletzte Glut im Nest

Den Tag, das Jahr, die Zeit vergessen

So das bisschen Liebe uns noch lässt

 

Der Alltag murmelt über Kreuz und Stein

Sein nimmermüdes Weltgebet

Und jetzt ist nur der Tod allein

Der meine Seele noch versteht